Mudgett, Herman Webster   



                                                                  (USA)  

 

 











 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Name

Mudgett

 

 

 

 

 

 

Vorname

Herman Webster

 

 

 

 

 

 

Alias

 H.H.Holmes

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Tätertyp

Serienmörder



 

 

                                1860 – 1896



 

 











 

 

 

 

 

 

 

 
 


 

 

 

 

Geboren

24. November 1860

Geburtsort

 

Opfer

Anzahl unbekannt, man schätzt bis 200

Ermordet

 

Verletzt

 

Tatort

vorwiegend Chicago, Indianapolis, Toronto

Bundesstaat/-land

T/USA

Tatzeitraum

2

Urteil

Todesstrafe (Galgen)

Vollstreckung

17. Mai 1896

Huntsville/Texas

gegen 10 Uhr  morgens

 

Straftat in Kurzform:


H. H. Holmes eigentlich Herman Webster Mudgett (* 24. November 1860 in Gilmanton, New Hampshire; † 7. Mai 1896 (hingerichtet)) war ein US-amerikanischer Serienmörder.

H. H. Holmes gilt zuweilen als der erste Serienmörder der USA. Dies trifft nicht zu, da bereits vorher Serienmörder - zum Beispiel Thomas Neill Cream - auftraten. Er ist heute fast in Vergessenheit geraten, obwohl er einer der grausamsten und „erfolgreichsten“ Mörder der US-Justizgeschichte gewesen ist. Wie bei vielen Serienmördern lässt sich auch bei Holmes die genaue Zahl der Morde nicht mehr feststellen. Man schätzt die Zahl seiner Opfer auf zwischen einigen Dutzend und über 200.

Er wurde 1860 in Gilmanton/New Hampshire als Sohn von Levi Horton Mudgett und dessen Frau geboren.

Holmes studierte an der Universität Michigan Medizin und ließ sich 1886 in Chicago nieder, wo er als Arzt und Apotheker arbeitete. Er änderte in diesem Jahr auch seinen Namen Herman Webster Mudgett in Henry Howard Holmes.

1878 heiratete er Clara A. Lovering in New Hampshire, 1887 heiratete er Myrta Z. Belknap in Minneapolis, von der er eine Tochter mit Namen Lucy hatte. Da er zwar die Scheidungspapiere für die erste Ehe ausgefüllt hatte, die Scheidung aber nie vollzogen wurde, lag damit ein Fall von Bigamie vor.

Innerhalb kurzer Zeit brachte es Holmes in Chicago zu einem beträchtlichen Vermögen, das er mit einer Mischung aus List und Mord zusammenraffte. Dank seines Charmes verstand er es, die Witwe Mrs. Holton zu umgarnen und sich den Laden ihres verstorbenen Manns anzueignen. Mrs. Holton "verreiste" kurz darauf nach Kalifornien; sie kehrte nie mehr zurück.

In den nächsten Jahren heiratete Holmes eine Reihe von jungen Frauen, die alle bald darauf ihr Leben verloren.

Den Großteil seiner Taten führte Holmes im Zusammenhang mit einem von ihm errichteten Hotelgebäude, in Chicago "the Castle" genannt, durch.

Zu Beginn der 1890er Jahre ließ Holmes pünktlich zur World Columbian Exposition, der Weltausstellung in Chicago von 1893, ein riesiges Hotel bauen, das er in ein wahres Horrorhaus verwandelte. In diesem Haus gab es Falltüren, Geheimgänge, versteckte Räume und einen Keller mit Foltertisch, Säurebad und einem Raum, der mit Gas gefüllt werden konnte. Holmes nahm während der Weltausstellung gerne junge alleinstehende Frauen in dem Hotel auf, die zur Weltausstellung oder um in Chicago Arbeit zu finden angereist waren. Anfragen der Familien nach dem Verbleib der Frauen blieben erfolglos.

Holmes verkaufte die Skelette mancher Opfer an Universitäten.

Es war ein fehlgeschlagener Versicherungsbetrug, der Holmes schließlich zum Verhängnis wurde. Als die Polizei ihm auf der Spur war, zündete er am 19. August 1895 sein Horrorhaus an, um Beweise zu vernichten. Das Haus brannte bis auf die Grundmauern nieder. Man fand aber trotzdem noch die Überreste von über 100 Menschen in und um das Gebäude. Seine Opfer waren vorwiegend Frauen, aber auch vereinzelt Männer und Kinder.

Nach der Weltausstellung floh Holmes durch die USA und ermordete auch auf dieser Flucht noch Menschen.

1895 wurde er festgenommen. Verurteilt wurde er wegen 27 Morden und sechs Mordversuchen in Chicago, Indianapolis und Toronto, die ihm nachgewiesen werden konnten. H. H. Holmes wurde am 7. Mai 1896 morgens um ungefähr 10 Uhr am Galgen hingerichtet.